BILDHERKUNFT VERSTEHEN

Bildherkunft prüfen: drei Schritte vor dem Teilen

Ein glaubwürdiges Bild ist noch kein Herkunftsnachweis. So prüfst du Quelle, Kontext und Dokumentation.

1. Zur Originalquelle gehen

Ein Screenshot oder ein Social-Post löst das Bild aus seinem ursprünglichen Zusammenhang. Suche die früheste nachvollziehbare Veröffentlichung und öffne die dort verlinkte Datei. Bei den Fotos in unserem Spiel führen die Quellenlinks zu Wikimedia Commons. Dort kannst du Urheberangabe, Dateigeschichte und Lizenz nachlesen.

2. Kontext gegenprüfen

Wer hat das Bild veröffentlicht? Welcher Ort, welches Datum und welches Ereignis werden behauptet? Eine Rückwärtssuche kann frühere Verwendungen aufdecken. Ein echtes Foto kann mit einer falschen Bildunterschrift irreführen; die Frage „Foto oder KI?“ beantwortet deshalb nicht jede Frage nach Wahrheit.

3. Dokumentation mit dem Bild vergleichen

Metadaten und Herkunftsnachweise können zusätzliche Hinweise liefern. Fehlende Metadaten belegen keine KI, denn Plattformen und Bildbearbeitung können sie entfernen. Auch vorhandene GPS-Angaben sind keine unabhängige Ortsbestätigung. Wenn die Herkunft offenbleibt, kennzeichne diese Unsicherheit statt einen Verdacht als Tatsache weiterzugeben.

Im Spiel ausprobieren

Die Tages-Challenge zeigt nach jeder vollständigen Runde die Quellen echter Fotos und die dokumentierte Herkunft der KI-Motive. Die Klassifikation folgt diesen Katalogangaben, nicht einem einzelnen vermeintlichen Bildfehler.

Weiterführende Quellen

Beyond AI · Grundlagenreihe · Stand: 7. Oktober 2026